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Schenck Process zum Top-Arbeitgeber für Ingenieure 2009 gewählt.

Porträt Annika Zschörnig, Regional Sales Manager


Annika Zschörnig muss den Überblick behalten. Die Diplom-Ingenieurin der Fachrichtung Mechatronik von der Berufsakademie in Mannheim schreibt ein Angebot für ein Zementwerk in Griechenland, das eine neue Wäge- und Dosieranlage braucht. Da gilt es, sich mit dem Vertriebskollegen vor Ort genau abzustimmen, die Rohstoffmengen einzuschätzen, die täglich in einem solchen Werk von den unterschiedlichen Lagersilos zu den Fabrikationsanlagen transportiert, abgewogen und gemischt werden oder auch die Brennstoffmengen zu bestimmen, die für den Betrieb einer solchen Anlage vonnöten sind. Sehr viele unterschiedliche Aspekte also, die die 25-Jährige bedenken muss, wenn sie bei der Auftragsvergabe für ihren Arbeitgeber zum Zuge kommen will.

Die junge Frau arbeitet seit Oktober 2007 als Vertriebsingenieurin für den Unternehmensbereich Heavy, also schwere Schüttgüter, des Messtechnikexperten Schenck Process. Nach dem Abitur im Jahr 2004 stand für die gebürtige Frankfurterin fest, dass sie ein Studium an einer Berufsakademie beginnen wollte, denn hier konnte sie Praxis und Theorie von Beginn an verbinden. Ihr Interesse galt immer den Naturwissenschaften, insbesondere der Mathematik und der Physik, und so suchte und fand sie einen entsprechenden Ausbildungsplatz. Während der dreijährigen Ausbildung lernte sie bei einer Betriebsbesichtigung das Unternehmen Schenck Process kennen und war sofort begeistert von dem weltweit operierenden mittelständischen Unternehmen. Nach ihrem Abschluss als Diplom-Ingenieurin in Mechatronik suchte sie auf der Homepage von Schenck Process nach einer passenden Stelle und wurde fündig. Sie bewarb sich und konnte im Oktober 2007 ihre neue Tätigkeit im Vertrieb des Unternehmens aufnehmen. Neben der Angebotserstellung umfasst ihr Arbeitsplatz sehr viele unterschiedliche Bereiche: vom Kundenbesuch über den Kontakt zu den Vertriebsvertretern an den unterschiedlichen Standorten bis zum Führen des Pflichtenheftes sowie dem Bericht über die genauen Anforderungen des Kunden an seine zukünftige Anlage. Schließlich sind die Anlagen von Schenck Process Maßanfertigungen und nur höchst selten in Serie produziert.

Für Annika Zschörnig war bei der Wahl ihres Arbeitgebers vor allem ausschlaggebend, dass es sich um ein produzierendes Unternehmen handelt. „Hier in Darmstadt kann ich noch in die Halle gehen und sehen, welche Maschine ich verkaufe, ich kann sie sehen, anfassen und mit dem Techniker darüber fachsimpeln“, fasst sie ihre Vorliebe für die Produktion zusammen. Die junge Diplom-Ingenieurin hat seit ihrem Start im Jahr 2007 schon einen beachtlichen Karriereweg hinter sich gebracht. Nach ihrer Einarbeitungsphase, während der sie von einem älteren Kollegen patenschaftlich betreut wurde, konnte sie unter dessen Aufsicht von Anfang an bereits kleinere Projekte eigenverantwortlich bearbeiten. Nach einem halben Jahr fand ihr erstes Mitarbeitergespräch statt, bei dem sie und ihr Vorgesetzter ihre zukünftige Entwicklung erörterten. Annika Zschörnig brachte im Mitarbeitergespräch ihr Interesse für Sekundärrohstoffe zur Sprache. Ein Interesse, das der Vorgesetzte teilte, schließlich ist er verantwortlich für diese neue Energiequelle, die sich überwiegend aus Industrieabfällen und Hausmüll speist und mit der unter anderem Zementwerke ihre Öfen befeuern. So vereinbarte die Diplom-Ingenieurin mit ihrem Vorgesetzten, sich zusätzliches Wissen im Bereich Sekundärrohstoffe anzueignen. Sie absolvierte daher in ihrem ersten Jahr drei externe Vertriebstrainings, um sich auf die mögliche Übernahme einer eigenen Vertriebsregion vorzubereiten. „Bei diesen Fortbildungsmaßnahmen üben wir auch das Verkaufsgespräch beim Kunden, wodurch ich mehr Sicherheit in meiner eigenen Argumentation gewinnen konnte“, erklärt die Diplom-Ingenieurin den Nutzen dieser Fortbildungsmaßnahmen.

Ihre Argumente müssen die Kunden offenbar überzeugt haben, denn Annika Zschörnig konnte nach nur etwas mehr als einem Jahr Betriebszugehörigkeit bereits einen ersten Karriereschritt zum Regional Sales Manager tun. Seit Anfang des Jahres 2009 ist die junge Frau im Bereich Heavy damit zuständig für die Vertriebsregionen Griechenland, Mazedonien und Bulgarien. Sie ist von nun an alleine verantwortlich für zehn bis zwölf Werke in diesen Ländern. Und es bedeutet außerdem, dass sie in Zukunft viel auf Reisen sein wird. Darauf freut sich Annika Zschörnig schon: „Das ist schon eine Herausforderung, die ganzen Vertragsverhandlungen auf Englisch zu führen – aber gute Vorbereitung ist auch hier alles.“ Entsprechend hat sich die Diplom-Mechatronikerin nach Rücksprache mit ihrem Vorgesetzten für einen Vertiefungssprachkurs entschieden.

Quelle: CRF Deutschland GmbH & Co KG, das vollständige Profil der Schenck Process GmbH finden Sie hier, alle weiteren Ergebnisse der Studie finden Sie in „Top-Arbeitgeber für Ingenieure 2009“, erschienen im Verlag W. Bertelsmann.

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